(Leseprobe 2003 - Worpswedeversion 2003)
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„Ich wäre irrsinnig zerknirscht“, sage ich zu Käthe, „würde ich von dir erfahren, dass er verunglückt sei, zersprungen, aus meiner rasenden Wut geköpft!“ Käthe lächelt lieblich, ihr gefällt es, wenn ich reife. Ein langsamer, ein sehr langsamer Tod ist der einzige Trost. Aber die Phantasie zerschellt an den Plätzen des Hasses. In den Augen meiner Freundin spiegele ich mich wie eine Schale dunkler, fünf Jahre alter Rotwein, den ein intellektueller Terroristenphilosoph auf unserem Küchentisch stehen ließ. Ich wünsche ihm wohlwollend eine von mir beauftragte Gespielin, deren Mösensaft seinen Körper wie Schierlingsgift lähmt. Ihr kann das Gift nichts anhaben, sie ist wie ein mutiges Insekt. Er kommt in die Klinik und wird gerettet. Der ausgepumpte Magen schwächt meinen Todfeind nachhaltig, vor allem ist er langfristig gekränkt. ... © Matthias von Schramm 2003 |
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